Kurzanleitung zur Programmiersoftware SEAL-S57901

Die Vollversion der SEAL-S57901 darf (und soll) frei kopiert und weitergegeben werden.

Mit der Software SEAL S57901 können Programme für Regler der S56XX, der S57XX und der S97XX- Serie erstellt werden. Mit diesem Programm werden die Programmfiles auch kompiliert und in den Regler übertragen. Zur Fehlersuche während der Inbetriebnahme und für alle Bufferoperationen in Verbindung mit den Reglern stehen komfortable Werkzeuge zur Verfügung. Die Konfiguration des Displays S83010 kann auch aus diesem Programm heraus erfolgen.

Zum Schreiben und Kompilieren von Programmen ist kein Regler notwendig. Zum Austesten (Debuggen) von Programmen muß aber unbedingt ein Regler vorhanden sein.

1. Hardwarevoraussetzungen

Um mit der S57901 Software arbeiten zu können, benötigen Sie mindestens die folgende Hardware:
- IBM - kompatibler PC mit mindestens 4 MB - RAM
- Festplatte mit mindestens 4 MB RAM frei
- VGA - Grafikkarte oder besser
- Maus
- Microsoft Windows (ab 3.11)

2. Installation

Von Diskette:
Starten Sie SETUP.EXE von der Programmdiskette Setup erzeugt das Verzeichnis C:\SEAL\S57901, dekomprimiert und kopiert alle Files in dieses Verzeichnis. Anschließend erzeugt SETUP ein ausführbares Icon des Programms S57901.EXE (alle anderen EXE- Files werden von diesem Programm aufgerufen).

Aus der ZIP-Datei:
Expandieren Sie die ZIP- Datei in ein neues Verzeichnis und starten Sie den Programm-Manager S57901.EXE.

3. Programm - Manager

Nach dem Starten der S57901-Software erscheint ein kleines Fenster, mit dem Sie alle Ihre Projekte, Programme und Konfigurationen verwalten können.

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Begriffserklärung:

Konfiguration
Die verwendete Hardwarekonfiguration. Mit einem grafischen Editor werden alle verwendeten Regler und Erweiterungen mit der Maus aus einer Bibliothek ausgewählt und auf dem Bildschirm plaziert. Um Erweiterungen für die Regler der S57XX-Serie auswählen zu können, muß beim S5701 bzw. S5703(+) eine gerade Hardwareadresse >= 8 eingegeben werden.

Projekt
Ein Projekt enthält alle Angaben über die verwendete Hardwarekonfiguration und die benutzten Programmfiles. Es empfiehlt sich für verschiedene Regelaufgaben auch verschiedene Projekte zu erstellen.

Programm
Pro Projekt können bis zu 10 unterschiedliche Programme erstellt werden, die sich gleichzeitig im Regler befinden, sich aber durch ihre Laufzeit (Start- und Stoppzeit) unterscheiden können. Mit speziellen Funktionsbausteinen ist es möglich andere Segmente (=Programme) programmabhängig zu starten und zu stoppen.

Variablen = Netz = Leitung
Alle gezeichneten Leitungen werden automatisch mit Netznummern versehen. Durch die Vergabe von Leitungsnamen kann die Lesbarkeit des Programms verbessert werden. Leitungen mit gleichen Leitungsnamen besitzen immer den gleichen Wert (auch auf mehreren Seiten). Analoge Leitungen sind prinzipiell rot. Digitale Leitungen sind immer blau. Während des Editierens überprüft das Programm ob die Leitungsverbindungen zulässig sind. Unzulässige Verbindungen werden nicht akzeptiert. Durch Voransetzen eines Sterns (*) vor den Variablennamen wird die Anzeige der Querverweisliste (Seitennummern auf denen, diese Variable noch verwendet wird) unterdrückt.

Buffer
Die Regler verfügen intern über freien Speicher (S9704 bis zu 32MB), der zur Aufzeichnung und Generierung von Leitungswerten verwendet werden kann. Hierzu werden im Programm Buffer verwendet. Es stehen insgesamt 32 Buffer zur Verfügung, die jeweils 16 Leitungswerte generieren bzw. aufzeichnen können. Die Zykluszeit eines jeden Buffers kann in einem großen Bereich variiert werden. Durch spezielle Beschaltung des Enable-Eingangs des Buffers können Bufferwerte auch ereignisgesteuert aufgezeichnet werden. Mit der Maus werden Bufferproben (sehen aus wie Prüfspitzen eines Oszilloskops) aus dem Buffer genommen und an die gewünschten Variablen (Leitungen) gesetzt. Buffer sind immer projektabhängig. Sind mehrere Programme gleichzeitig im Regler geladen, so können Bufferproben auch aus anderen Segmenten eingesetzt werden. Zur Datenaufzeichnung muß aber das entsprechende Programmsegment gerade aktiv sein. Buffer können mit einer Enable-Leitung verbunden werden. Falls keine Enable-Leitung angeschlossen ist, bleibt der Buffer ständig aktiv.

Das Erstellen eines neuen Projekts läuft immer gleich ab

Über Projekt Neu kann ein neues Projekt erstellt werden. Nach der Eingabe des Projektnamens wird mit dem Konfigurationseditor die verwendete Hardware bestimmt (Festlegung der verwendeten Regler sowie deren Erweiterungen, Festlegung der Rechnerschnittstellen sowie der Übertragungsraten). Danach wird der Programmeditor aufgerufen. Hier kann das Programm "gezeichnet" und gespeichert werden. Der Compiler erstellt anschließend aus den Konfigurations- und Programmdaten das ladbare Programm, das über RS232-Kabel, S5500-Token-Bus-PC-Steckkarte oder ISDN in den Regler übertragen wird. Danach können mit einem Debugger Programmvariablen beobachtet und Konstanten verändert werden. Während der Inbetriebnahme ist es auch möglich Parameteränderungen direkt aus dem Editor an den Regler zu übertragen. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme kann der PC wieder vom Regler getrennt werden.

Es folgt eine kurze Beschreibung der Menüpunkte des Programm- Managers:

Projekt
- Neu
Erstellung eines neuen Projekts (Festlegung des Projektnamen, der Hardwarekonfiguration sowie des 1. Programmsegments). - Öffnen Hier kann ein bereits erstelltes Projekt geladen werden.

- 1..25
Die zuletzt bearbeiteten Projekte können hier schnell geöffnet werden.

- Sichern / Sichern als
Erlaubt das Speichern des aktuellen Projekts (auch unter neuem Namen)

- Projekt kopieren
Unter diesem Menüpunkt kann das gesamte Projekt unter neuem Namen abgesoeichert werden.

- Löschen
Zum Sparen von Festplattenkapazität können vom Compiler erstellte Files und Bufferfiles oder auch ein komplettes Projekt gelöscht werden.

- Drucken
Unter diesem Menüpunkt kann die Ein- Ausgangskonfiguration, sowie die Querverweisliste ausgedruckt werden. (Vorausgesetzt man läßt sie sich mittels Anzeige Querverweisliste oder Anzeige Ein- Ausgangskonfiguration im Tools - Menü anzeigen)

- Beenden
(auch 1. Button von rechts unter der Menüleiste) Verlassen des Programm - Managers

Konfiguration

- Setzen
Hier kann ein bestehendes Konfigurationsfile geladen werden. Durch Eingabe eines neuen Namens wird eine neue Konfiguration erstellt. Wird ein neuer Konfigurationsname eingegeben, so muß vor dem Editieren diese neue Konfiguration erst mit dem Hardwareeditor festgelegt werden.

- Edit (auch zweiter Button von links unter der Menüleiste)
In diesem Fenster können Sie die Hardwarekonfiguration für Ihr Programm bestimmen. Im oberen linken Bereich des Fensters wird der PC dargestellt. Durch Doppelklicken mit der linken Maustaste kann die Verbindung zum Regler definiert werden. Hier steht entweder die Token-Bus-Karte S5500 oder eine serielle Schnittstelle zur Verfügung. Bei serieller Schnittstelle wird der entsprechende Com-Port eingestellt, sowie die verwendete Baudrate. Über den Menüpunkt Geräte kann die verwendete Hardware bestimmt werden (Auswählen und mit der rechten Maustaste im Konfigurationsfenster plazieren). Durch Doppelklicken mit der linken Maustaste auf den gesetzten Baustein kann dessen Adresse und Zykluszeit eingestellt werden. Nach dem Speichern der Konfiguration und dem Verlassen des Konfigurationseditors ist diese Konfiguration für die anderen Programmfiles verfügbar. Zum Beispiel benötigt der Programmeditor diese Informationen um die verfügbare Anzahl Ein- und Ausgänge zu kennen. Mit dem "i"-Button kann der momentan am Rechner angeschlossene Regler erkannt werden. Es erscheint ein Infofenster mit Daten über Reglertyp, geladenem Programm, letzte Programmänderung, Zykluszeit, angschlossene Erweiterungsmodule.

- PC Konfiguration (auch linker Button unter der Menüleiste)
Dies ist ein schneller Weg um die Verbindung zwischen PC und Regler festzulegen. Praktisch, wenn Sie das Projekt auf einem anderen PC entwickelt haben und es nun zu einem Regler schicken wollen der an einem anderen Schnittstelle angeschlossen ist (Entspricht dem Doppelklicken des PC-Symbols im Konfigurationseditor).

- S83010
Konfiguration Falls in Verbindung mit dem Regler ein intelligentes Bedienteil S83010 bzw. S5612 mit integriertem Display verwendet wird, kann unter diesem Menüpunkt das LCD - Display, die Leuchtdioden sowie die Funktionstasten des Displays konfiguriert und übertragen werden. Vor der Konfiguration des Displays sollte(n) das (die) Reglerprogramm(e) kompiliert werden.

Programm

- Wählen
Eine Auswahlbox erlaubt die Festlegung eines Programmfiles für jedes der zehn Segmente. Die Eingabe eines neuen Programmnamens erzeugt beim Editieren ein neues File. Es muß mindestens ein Programm bestimmt werden.

- Löschen
Hier kann ein beliebiges Segment aus der Liste (nicht von der Festplatte) gelöscht werden. Es ist auch möglich sämtliche Bufferbausteine aus allen Programmfiles zu löschen.

- Laufbedingungen

Die Zeiten in denen das Programm abgearbeitet wird, können für jeden Programmteil gesondert eingegeben werden. Die Aktivzeiten werden im CRON-Format eingegeben. Die Grundeinstellung ist "immer". Unter Bedingungen für Programm kann ein Programmname vergeben werden, der bei der Hardwareidentifikation (im Harwareeditor) aus dem Regler ausgelesen werden kann.

- Edit ... (auch dritter Button von links unter der Menüleiste)
Hier wird der Programmeditor für das gewünschte Segment aufgerufen werden. Die genaue Beschreibung dieses Programm - Editors erfolgt im entsprechenden Kapitel.

Ausführen

- Übersetzen (auch 4. Button von links unter der Menüleiste)
Dieser Menüpunkt kompiliert das Programm (incl. aller Segmente) und erstellt, falls unter Menüpunkt Optionen gewünscht, Referenzlisten sowie Ein- und Ausgangsbelegungslisten.

- Verbindung zum Regler (auch 7. Button von links unter der Menüleiste)
Mit diesem Menüpunkt kann der Übertragungsweg zum Regler getestet werden. Findet beispielsweise eine Programmierung über Modems bzw. ISDN-Terminaladapter statt, so werden diese automatisch erkannt und angezeigt.

- Senden (auch 8. Button von links unter der Menüleiste)
Das übersetzte Programm wird mit aktueller Rechnerzeit und -datum wird in den angeschlossenen Regler übertragen und sofort (entsprechend der gewählten Laufzeit) gestartet.

- Anwender-Programm-Version vergleichen (auch 9. Button von links unter der Menüleiste)
Vergleicht die Checksumme von Rechnerprogramm und aktuell gewähltem Programm. Es muß unbedingt ein Regler angeschlossen sein.

- Testen (auch 10. Button von links unter der Menüleiste)
Während der Inbetriebnahme können alle Leitungen die mit einem Namen versehen sind online mit dem PC protokolliert werden. Leitungen die nicht mit einem Ausgang verbunden sind (gestrichelt) werden im Testmodus mit CONST versehen und können online mit dem Rechner verändert werden. Im Testmodus (nur mit angeschlossenem Regler) können einzelne Variablen in der Anzeigeliste verschoben bzw. aus ihr gelöscht werden. Durch Doppelklick auf die Liste können auch zusätzliche, mit Namen versehene, Leitungen in die Liste aufgenommen werden.

- Buffer Operationen ...(auch 11. Button von links unter der Menüleiste)
Lade Buffer Der Inhalt jedes Buffers, der im Rahmen des Projekts verwendet wird, kann unter diesem Menüpunkt als reine ASCII-Datei in den PC geladen werden. Je nach Anzahl und Größe der Buffer kann dies jedoch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die Buffer werden unter Projekt.BNr. auf Festplatte gespeichert (Projekt = aktueller Projektname, Nr. = Buffernummer 1..32). Eine bestehende Datei des gleichen Buffers wird überschrieben. Jede Zeile der Datei beinhaltet Datum, Uhrzeit, sowie bis zu 16 Eintragungen, welche die Werte der entsprechenden Buffervariablen darstellen. Vor dem Laden kann mit Optionen das Trennzeichen und das Dezimalzeichen (z.B. TAB und "," bei MS Excel) festgelegt werden. Buffer des Projekts anzeigen Unter diesem Menüpunkt werden alle in einem Projekt verwendeten Buffer aufgelistet. Vor dem Anzeigen kann der gewählte Buffer auf Wunsch aktuell geladen werden. Buffer Datei anzeigen Ein beliebiger Bufferinhalt kann angezeigt werden. Falls sich die Bufferdaten noch nicht im PC befinden, werden sie zuerst aus dem Regler geladen. Buffer Datei editieren Mit einem speziellen Editor können Bufferdateien geladen und geändert werden. Die einzelnen Bufferwerte können entweder als Text eingegeben werden oder auch mit der Maus auf den Bildschirm gezeichnet werden Sende Buffer Eine Schreibbufferdatei (z.B. für zeitlich abhängige Sollwertvorgabe) wird in den Regler geladen.

- Anzeige .. (auch 5. Button von links unter der Menüleiste)
Anzeigen der Querverweisliste, der Ein- Ausgangskonfiguration oder eines zuvor geladenen Buffers. Während der Anzeige kann die entsprechende Datei ausgedruckt werden. Zur Anzeige kann (unter Menüpunkt Optionen Microsoft Notepad als Editor gewählt werden)

- Zeit am Regler setzen
Die Systemzeit des Reglers wird mit der des angeschlossenen Computers synchronisiert.

Optionen
Unter diesem Menüpunkt können die anwenderspezifischen Einstellungen geändert werden.

Programmeditor
Hier können verschiedene Optionen zur Anzeige im Programmeditor ausgewählt werden:
- Druckrahmen
- Funktionsleisten
- Funktionsblocknummern
- Variablenseiten
- automatisches Scrolling
- Automatisch Sichern
Hier speichert der Editor Änderungen automatisch während des Editierens nach festgelegten Intervallen.

Compiler
Falls gewünscht legt der Compiler eine Querverweisliste an. In dieser Liste werden alle verwendeten Funktionsblöcke, sowie deren Pinbelegungen aufgelistet. Außerdem erstellt der Compiler eine Liste aller Leitungen, sowie der Funktionsblöcke, an welchen sie angeschlossen sind. Außerdem erstellt der Compiler auf Wunsch eine I/O-Referenz-Liste Für jeden verwendeten Ein- bzw. Ausgang wird die angeschlossene Variable, die eingestellte Zeitmaske, sowie die internen Bausteinparameter aufgelistet.

S57901

- Schließen von S57901 beim Start des Programmeditors

- Rückfragen vor Funktionsleisten Aktionen

Testbetrieb

- Variablen im Debug-Mode zurücklesen (S83010)
Leitungen die nicht mit einem Ausgang verbunden sind können vom PC oder vom Display verändert werden. Bei angschlossenem Display können so Änderungen über die Tastatur des Displays direkt im PC sichtbar gemacht werden.

- Variablenformat im Debug-Mode

Programm und Buffer

- in Flash-Prom sichern
Bei den Reglern S4612, S5614 und S9704 muß das Programm endgültig im Flash-Prom gesichert werden. Alle anderen Regler sichern das Programm im batteriegepufferten RAM.

- Inkrementelles Laden des Programms
Werden in einem (bereits geladenen) Programm zusätzliche Bausteine und Leitungen eingeführt, so werden nur diese neu hinzugekommenen Programmteile neu in den Regler geladen. Alle bisherigen Funktionsblöcke und Leitungen behalten ihren aktuellen Wert. Werden jedoch Funktionsblöcke oder Leitungen aus einem Programm gelöscht, so kann nicht mehr inkrementell geladen werden. Ob inkrementelles Laden möglich ist oder nicht wird vom Programm selbständig erkannt.

- Hilfe
Aufruf einer Online-Hilfe

4. Programm Editor

Der grafische Editor erlaubt Ihnen das Zeichnen von Benutzerprogrammen wie mit einem Zeichenprogramm. Die Ein- und Ausgänge, sowie eine große Anzahl analoger wie digitaler Operationen sind als Funktionsblöcke implementiert. Nachdem verschiedene Blöcke auf dem Bildschirm plaziert sind, brauchen anschließend nur noch die Leitungen zwischen ihnen gezeichnet werden. Unter dem Menüpunkt Funktionen können Sie einen Funktionsblock aus 11 verschiedenen Bereichen auswählen.
Die einzelnen Funktionen sind im ausführlichen Handbuch beschrieben.
"Ein- Ausgänge" können nur dann angewählt werden, wenn ein entsprechendes Gerät in der Hardwarekonfiguration des Projekts enthalten ist.

Nachdem ein Funktionsblock ausgewählt worden ist, kann er mit der linken Maustaste auf dem Bildschirm plaziert und verschoben werden. Durch Drücken der rechten Maustaste erscheint ein Popup- Menü zur Auswahl der zuletzt benutzen Funktionsbausteine.

Über einem Anschlußpunkt des Funktionsblocks verwandelt sich der Mauszeiger in einen "Lötkolben". Wird zu diesem Zeitpunkt die linke Maustaste gedrückt, so wird eine Leitung gezeichnet, die mit einem anderen Pin verbunden ("verlötet") werden kann.

Beim "Verlöten" existieren jedoch folgende Regeln: - Digitale Anschlüsse können nur mit digitalen Anschlüssen verbunden werden - Analoge Anschlüsse können nur mit analogen Anschlüssen verbunden werden - Ausgänge können nur dann mit Ausgängen verbunden werden, wenn sie Tristate sind. (Alle Bausteine mit Enable-Eingängen verfügen über Tristate-Ausgänge). Bei der Programmierung muß jedoch sichergestellt werden, daß nur immer ein Baustein aktiv sein kann.

Leitungen die nicht mit Ausgängen verbunden sind werden gestrichelt gezeichnet. Leitungen mit unterschiedlichen Namen können nicht miteinander verbunden werden. Durch Doppelklicken auf einen Funktionsblock öffnet sich ein Fenster. Es zeigt sämtliche Anschlüsse des Bausteins sowie alle angeschlossenen Leitungen. Bei einigen Funktionsblöcken können in diesem Fenster auch die Zeitmaske, sowie verschiedene Eigenschaften des Blocks verändert werden.

Die kürzest mögliche Zykluszeit des Bausteins ist die der verwendeten Hardware. Durch Optimierung dieser Zeitmasken können z.B. langsame Regler selten abgearbeitet werden, um so Rechenzeit für schnelle Anforderungen zu sparen.

Ist das Programm bereits in den Regler übertragen, so kann bei manchen Funktionsbausteinen die neuen Parameter direkt online in den Regler übertragen werden (Senden).

Menübeschreibung Programmeditor:

- Datei
Hier kann das aktuelle Programm gespeichert (auch 1. Button von links unter der Menüleiste) und gedruckt werden. Mit Wechsle Segment kann sehr schnell von einem Programmsegment in ein anderes gewechselt werden (auch 2. Button von links unter der Menüleiste). Über den Menüpunkt Druckgröße kann der Druckbereich festgelegt werden. Ist im Menü Anzeige die Option Druckrahmen angewählt, so ist eine Änderung des Druckbereichs sofort auf dem Bildschirm sichtbar.

- Funktionen
Unter diesem Menü werden die verfügbaren Funktionsbausteine ausgewählt und auf dem Bildschirm plaziert. Die Funktionsbausteie können auch einfach über die Buttonleiste ausgewählt werden.

- Seite
Unter diesem Menüpunkt können neue Seiten erstellt, verschiedene Seiten angewählt und die Seiten in Ihrer Reihenfolge neu sortiert werden. Alternativ hierzu können die Seiten auch über die Funktionstasten angewählt werden: F1 bis F16 selektieren die Seiten 1 bis 16, SHIFT F1 bis SHIFT F16 entsprechen die Seiten 10 bis 26. Durch Doppelklicken mit der linken Maustaste auf einen freien Bereich des Fensters kann der Name des Fensters verändert werden.

- Anzeige
Mit diesem Menü kann die Größe des Displays mittels verschiedener Zoomfunktionen verändert sowie zur Ausgangsposition zurückgekehrt werden.

- Bearbeiten
Unter diesem Menüpunkt können ganze Programmteile kopiert, gelöscht oder verschoben werden. Mit der Maus werden die entsprechenden Programmteile eingerahmt und somit markiert (bei gleichzeitigem Drücken von SHIFT können nicht direkt zusammenhängende Programmteile markiert werden). Mit der Entf - Taste können markierte Teile sofort gelöscht werden. Mit Netz wählen kann ein komplettes Leitungsstück ausgewählt werden. Alle Leitungsteile die an dieses Stück Leitung angeschlossen sind (= den selben Namen besitzen), werden hervorgehoben, sogar auf anderen Seiten.

- Ausführen
Unter diesem Menü werden Leitungsnamen vergeben (auch 4. Button von rechts), Debug-Proben gesetzt (auch 3. Button von rechts) bzw. gelöscht, Kommentartext eingefügt (auch 2. Button von rechts), sowie verschiedene Checks und Statistiken durchgeführt. Leitungsnamen erlauben die einfache Kontrolle von Verbindungen anhand von Referenzlisten, sowie die einfache Variablenkontrolle beim Debuggen. Alle Leitungen die später vom Display S83010 darstellbar, oder änderbar sein sollen, müssen einen Namen besitzen. Nach dem Anbringen des Leitungsnamens kann dieser, nach Doppelklicken mit der Maustaste, editiert werden. Zum Verbinden von Leitungen auf verschiedenen Seiten braucht den Leitungen nur der gleiche Name gegeben zu werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn nicht mehrere Ausgänge auf das gleiche Netz enden (Die Ausnahme ist, wenn die verwendeten Bausteine Tristate sind, d.h. sie einen Enable-Eingang besitzen). Bei den Variablennamen sind alle Buchstaben von Bedeutung. Der Editor unterscheidet auch Groß- und Kleinschreibung. Leitungen mit Leitungsnamen können während des Programmtests mittels der Test - Option der S57901 - Software während des Programmlaufs angezeigt, bzw. verändert werden. Um eine Variable während des Programmlaufs ändern zu können darf die Leitung nicht mit einem Ausgang verbunden sein (gestrichelte Darstellung). Kommentartext erlaubt das Einfügen einer Kommentarzeile in die Zeichnung. Sollen mehrere Kommentarzeilen eingefügt werden, so ist gleichzeitig die SHIFT - Taste zu drücken. Mit Prüfe kann nach offenen Leitungsenden und nach freien Pins an Funktionsbausteinen gesucht werden. Statistik zeigt die Anzahl der verwendeten Funktionsblöcke und Leitungen in diesem Programm sowie den dafür benötigten Speicherplatz. Über den Menüpunkt Schrift Auswahl kann die Schrift für Leitungsnamen, Kommentartext usw. festgelegt werden.

5. Beispielprogramm

Als Beispielprogramm wollen wir eine einfache Temperaturregelung incl. Datenaustausch über ISDN mit einem stetigen PID-Regler entwerfen. Als Hardware verwenden wir den S5612. An seinem 1. Analogeingang ist ein PT100 zur Temperaturaufnahme angeschlossen. Das Stellsignal soll stetig über einen 10 Volt - Ausgang ausgegeben werden. Eingeschaltet wird der Regler über einen Digitaleingang. Bei ausgeschaltetem Regler soll das Stellsignal auf 0 gesetzt werden. Der Temperatursollwert soll über Profibus vorgegeben werden. Erreicht die Temperatur einen Maximalwert von 70 Grad, so soll ein Alarmausgang gesetzt werden. Gleichzeitig soll über ISDN eine GSM-Nacht an ein Funktelefon, sowie der Alarm auf einen zweiten S5612 übertragen werden. Nach einem Alarm soll der Temperaturverlauf der letzten Stunde aus dem Regler geladen werden können.

Starten Sie die S57901-Software und wählen Sie Projekt Neu. Sie werden aufgefordert den neuen Projektnamen (z.B. TEMPREGL)

5.1. Hardwarekonfiguration

Mit dem zweiten Funktionsbutton von links editieren Sie zuerst Ihre Hardwarekonfiguration.

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Nun muß die verwendete Hardware auf dem Fenster plaziert werden. Selektieren Sie unter Geräte den Regler S5612 mit Profibus und setzen Sie ihn mit der rechten Maustaste auf das Fenster. Zur Programmierung des Reglers über ISDN benötigen Sie noch einen Terminaladapter. Er wird wie der S5612 ausgewählt und mit der rechten Taste auf den Bildschirm gesetzt. Nach Doppelklick auf das Telefonsymbol können Sie die Telefonnumer des S5612 eingeben. Zur Bestimmung der Schnittstelle, sowie der Baudrate des PC's, klicken Sie doppelt auf das PC-Symbol. Selektieren Sie nun die serielle Schnittstelle Ihres PC's, sowie die Baudrate von 9600 Baud. Das Fenster sollte nun etwa so aussehen:

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Durch Doppelklick auf den S5612 können alle benötigten Parameter eingegeben werden:

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Mit OK wird dieses Fenster geschlossen und der Konfigurationseditor nach Datei und Beenden verlassen. Die Speicherabfrage beantworten Sie mit Ja.

5.2. Programmerstellung

Nachdem Sie die verwendete Hardware bestimmt haben, können Sie jetzt unter dem Menüpunkt Programm Edit C:\SEAL\S57901\TEMPREGL (entspricht dem dritten Button von links unter der Menüleiste) den eigentlichen Programmeditor aufrufen. Das zu erstellende Programm sollte folgendes Aussehen haben:

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Die einzelnen Funktionsblöcke wählen Sie über dem Menüpunkt Funktion oder die Buttonleiste und plazieren sie mit der linken Maustaste auf dem Editorfenster. Nachdem alle Blöcke plaziert sind werden diese entsprechend obigem Bild "verlötet" indem Sie die Maus über einen Anschlußpin des Funktionsblocks fahren und bei gedrückter linker Maustaste vom Anschluß wegziehen. Durch erneutes Drücken der linken Maustaste können Eckpunkte der Leitung festgelegt werden. Über dem Zielpin angekommen wird durch erneuten Druck der linken Maustaste wieder "verlötet". Die rechte Maustaste beendet die "Leitungsverlegung" und erzeugt freie Leitungsenden. Sollte eine Leitung nicht so verlaufen wie man es sich wünscht, so kann sie durch Anklicken markiert werden und anschließend verschoben oder gelöscht werden. Durch Doppelklicken auf einen Funktionsblock kann kontrolliert werden ob die Leitungen richtig "angelötet" wurden.
Üben Sie hier das Ziehen und Verschieben von Leitungen.

Mit dem Menüpunkt Ausführen Setze Namen können die Leitungen mit Namen versehen werden. Hierzu werden alle gewünschten Leitungen mit einem Label versehen. Anschließend kann durch Doppelklicken auf dieses Label der Netzname (= Leitungsname) editiert werden. Mit dem Buffer (sieht aus wie ein Oszilloskop (zyklisch), oder wie ein Kennlinienschreiber (read once)) kann nach dem Auftreten eines Alarms das Temperaturverhalten der letzten Stunde dokumentiert und im PC ausgewertet werden. Die Bufferproben nimmt man sich mit der Maus aus dem Buffer heraus und plaziert sie an den gewünschten Leitungen. Durch Doppelklicken auf den Buffer kann dessen Größe, sowie die Zykluszeit für die Meßwertaufnahme eingestellt werden (Buffereinstellungen: z.B. Meßwertaufnahme alle 30 Sekunden und insgesamt 3000 Werte). Die Wertepaare des Interpolators können nach Doppelklick auf den Interpolatorbaustein deklariert werden. Bei allen Funktionsbausteinen ist es sehr wichtig, daß der Wertebereich der Eingangssignale immer eingehalten wird. Zur Sicherheit kann mann mit einem Bregrenzungsbaustein vor dem Interpolator sicherstellen, daß der Eingangswertebereich sicher eingehalten wird. Der Meldungsbaustein sendet bei Alarm eine SMS-Meldung über ISDN an ein Funktelefon. Durch Doppelklicken auf den Baustein kann ein Kommentar eingegeben werden, der vor der aktuellen Temperatur übertragen wird.

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Der ISDN-Baustein wird nach dem Doppelklicken folgendermaßen konfiguriert (eine genaue Beschreibung der Parameter entnehmen Sie bitte dem Handbuch):

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Durch Doppelklicken auf das Reglersymbol können Sie die P-, I-, und D-Faktoren, sowie die Reglergrenzen (oberer GW und unterer GW) nach Ihren Erfordernissen festlegen.

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Nach dem Kompilieren und Übertragen des Programms wird es mit der Senden-Taste möglich sein die Regelparameter im Editor zu ändern und, ohne nochmalige Kompilierung, direkt online in den Regler zu übertragen. Das Ergebnis der Änderung kann sofort im Testmodus überwacht werden, falls das Debugfenster geöffnet ist. Während ein HIGH-Signal am Enable-Eingang des PID-Regler anliegt berechnet er entsprechend der eingestellten PID-Faktoren sein Stellsignal. Fällt das Enable-Signal auf LOW, so bleibt das zuletzt berechnete Stellsignal des Reglers am Ausgang anliegen. Erst bei erneutem enablen des Reglers wird von diesem Wert weitergeregelt. In unserem Fall soll das Ausgangssignal bei ausgeschaltetem Regler aber definitiv auf Null gesetzt werden. Dies erreichen wir durch den Einsatz eines Tri-State-Schalters, der über das invertierte Enable-Signal des Reglers eine Null auf den Reglerausgang schaltet. Speichern Sie das Programm ab und verlassen den Programmeditor mit Datei Beenden. Die Speicherabfrage beantworten Sie mit Ja. Jetzt muß das Programmfile noch kompiliert und in den Regler übertragen werden.

5.3. Austesten des Programms

Mit Testen können Variablen beobachtet und verändert werden. Hierzu wird mit der Maus doppelt auf den Wert der Konstanten geklickt, die dann in einem Fenster editiert werden kann. Der neue Wert wird sofort nach dem Bestätigen von Return in den Regler übertragen. Durch Doppelklicken auf einen Variablennamen öffnet sich ein Auswahlfenster in dem sämtliche mit einem Namen versehenen Leitungen aufgeführt sind. Durch Doppelklicken auf einen neuen Leitungsnamen wird dieser in die Liste der zu protokollierenden Leitungen aufgenommen und laufend im Testmodus dargestellt. Mit STOP verlassen Sie den Testmodus und können sich über Ausführen Lade Buffer über den aktuellen Stand des Datenpuffers im Regler informieren. Unter Optionen legen Sie fest welche Trennzeichen bzw. Dezimaltrenner Sie für Ihr Visualisierungsprogramm benötigen. Mit Laden werden die aktuellen Bufferdaten aus dem Regler in den PC übertragen. Mit Ausführen Anzeige Buffer können die Bufferdaten anschließend zur Anzeige gebracht werden und über Datei Drucken ausgedruckt werden.

6. Zeitabhängiges Starten von Programmsegmenten

Die SEAL-Regler verfügen alle über batteriegepufferte Zeitgeberbausteine. Dadurch können Segmente zu verschiedenen Zeiten ausgeführt werden. Die aktiven Programmlaufzeiten werden durch das CRON-Format definiert. Dieses beschreibt die Laufzeit durch ein aus fünf Gruppen ( durch Leerzeichen getrennt) bestehendes ASCII-Feld.

Minute (0-59), Stunde (0-23), Tag (1-31), Monat (1-12), Wochentag (0-6 mit 0=Sonntag).

Wird eines dieser Felder durch ein Sternchen (*) ersetzt, so wird jeder gültige Wert zugelassen. (Grundeinstellung = * * * * * = immer). In jedem Feld können auch Bereiche festgelegt werden. Dies geschieht entweder durch Aufzählung der Werte (durch Komma getrennt) oder durch definieren der Bereiche (durch ein Minuszeichen getrennt).

Beispiele:

* * 1,15 * 1 jeden Monat am Ersten sowie am Fünfzehnten, sowie jeden Montag

* * * * 2-4,6 Dienstag bis Donnerstag und Samstag.